Das Internet kann auf den ersten Blick sehr chaotisch wirken. Immer wieder finden Debatten zur Netzneutralität statt, Menschen teilen Bilder von ihrem Mittagessen oder ihren Haustieren, und jede Sekunde werden tausende Nachrichten geteilt. Wer hier mitspielen möchte, braucht seinen eigenen Raum. Das gilt insbesondere für den digitalen Handel.
Die erste Domain wurde bereits vor mehreren Jahrzehnten registriert. Wo die Anzahl der Domains zunächst noch übersichtlich war, hat sich das Internet inzwischen drastisch weiterentwickelt. Es gibt mehrere hundert Millionen aktive Domains, und die jährliche Wachstumsrate beträgt noch immer etwa 10 %. Das bedeutet: Jeden Tag registrieren Menschen auf der ganzen Welt neue Domainnamen und sichern sich damit ihren eigenen Raum im Netz.
Aber was sind Domains eigentlich, und warum spielen sie heute eine so große Rolle?
Domains beziehungsweise Domainnamen sind die Methode, nach der wir Webseiten im Internet strukturieren. Der Überbegriff für diese Struktur ist DNS — das Domain Name System. Jeder Webseite und jedem Webserver wird ein eigener, einzigartiger Name zugewiesen. Sie können sich das Ganze wie eine Enzyklopädie vorstellen, in der jeder Begriff — und damit jede Domain — eine eigene, klar festgelegte Definition hat. Der Domainname ist genau das, was Sie in die Suchleiste Ihres Browsers eingeben, um zu einer Zielseite zu gelangen. Ohne diese Strukturierung wäre das Internet praktisch nutzlos, denn es gäbe keine Möglichkeit, die gewünschten Seiten überhaupt zu erreichen.
In diesem Beitrag widmen wir uns den Grundlagen rund um Domains. Wir möchten Ihnen mehr als nur eine Definition an die Hand geben und erklären, wie Domains funktionieren, wie Sie eine passende Domain finden und wie Sie diese registrieren.
So ist eine Domain aufgebaut
Schauen Sie sich einmal einige Beispiele für URLs an:
- Facebook.com
- Wikipedia.org
- Harvard.edu
- Oderso.cool
Hinter jedem Domainnamen findet sich eine sogenannte Top-Level-Domain (TLD). „.de“, „.com“ und „.net“ sind bekannte Beispiele — es gibt jedoch nahezu unzählige TLDs, aus denen Sie mehr oder weniger frei wählen können.
In der Mitte der Domain, links von der TLD, findet sich die Second-Level-Domain (SLD). In unseren Beispielen sind das „Wikipedia“, „Harvard“ und so weiter. Wiederum links davon steht manchmal der Maschinenname (zum Beispiel „www“).
Jede Ebene einer Domain wird durch einen einfachen Punkt getrennt. Am Beispiel von Wikipedia wäre „Wikipedia“ die SLD und „.org“ die TLD. Viele Länder nutzen als TLD ihren Ländercode, der im Regelfall aus zwei Buchstaben besteht — ein Kürzel des jeweiligen Landes.
Häufig verwechseln selbst versierte Internetnutzer die Begriffe „Domain“ und „URL“. Beides ist nicht dasselbe: Eine Domain ist zwar immer Teil einer URL, doch die URL ist deutlich länger und spezifischer. Sie kann sich auf eine einzelne Unterseite, ein Bild, einen Ordner oder anderes beziehen. Wenn Sie ohnehin gerade über Ihre Webadresse nachdenken, finden Sie auf unserer Seite zur Domainregistrierung den passenden Domaincheck.
Diese Regeln gelten für Domains
Domains müssen auf eine bestimmte Weise formatiert sein — nicht jeder Domainname ist gültig. Halten Sie sich deshalb an die folgenden Regeln.
1. Groß- und Kleinschreibung
Wie schon bei E-Mail-Adressen spielt es bei Domains keine Rolle, ob Sie einzelne Buchstaben groß oder klein schreiben. Sie werden in jedem Fall zur selben Zielseite geführt.
2. Leerzeichen
In einer Domain sind keine Leerzeichen erlaubt. Häufig versuchen Webmaster, einzelne Worte durch ein Leerzeichen zu trennen. Nutzen Sie zum Trennen stattdessen Bindestriche. Da Punkte in URLs und Domains bereits eine feste Bedeutung haben, können zusätzliche Punkte bei der Worttrennung zu Unklarheiten führen.
3. Sonderzeichen
Im Gegensatz zu Buchstaben, Zahlen und einigen Satzzeichen sind Sonderzeichen nicht erlaubt. Vermeiden Sie daher Satz- und Sonderzeichen, sofern sie nicht üblich und ausdrücklich erlaubt sind.
4. Länge der SLD
Ihre Second-Level-Domain muss aus mindestens zwei Zeichen bestehen. Das Limit liegt bei 63 Zeichen, wobei die Top-Level-Domain nicht mitzählt.
Auch wenn Domains auf den ersten Blick kompliziert wirken, funktionieren sie nach einfachen Regeln, die der „Sprache des Internets“ folgen. Im nächsten Abschnitt erklären wir noch genauer, wie das technisch zusammenhängt.
Woher kommen Domains?
Wenden wir uns für einen Moment der technischen Seite zu. Sie wissen bereits, dass eine Domain einer Reihenfolge aus Zeichen folgt und zu einem bestimmten Punkt im Netz führt — normalerweise zu einer Webseite oder einem Server. Aber was geschieht wirklich, wenn wir eine Domain in die Adresszeile unseres Browsers eintippen?
Die Domain führt Sie zu einer bestimmten IP-Adresse, die für die einfachere Handhabung in das erkennbare DNS-Format übersetzt wird. IP-Adressen bestehen aus vier Zahlengruppen mit jeweils einer Zahl zwischen 0 und 255, getrennt durch Punkte. Warum wir Webseiten über die Domain und nicht über die IP-Adresse ansteuern, ist schnell erklärt: Menschen können sich eine Adresse im DNS-Format deutlich leichter merken als eine reine Zahlenfolge. So wird „Wikipedia.org“ garantiert häufiger besucht als „91.198.174.192“.
Doch wo haben Domains ihren Ursprung? Für die Vergabe trägt im Netz die ICANN die Verantwortung. Die „Internet Corporation for Assigned Names and Numbers“ — kurz ICANN — koordiniert die Vergabe von Namen und Adressen im Internet. Dazu gehören das DNS-System und die Zuteilung von IP-Adressen. Die ICANN wurde bereits 1998 gegründet und sorgt seitdem für Ordnung und Struktur. Ohne diese Organisation wäre das Internet in seiner heutigen Form undenkbar — es gäbe keine so einfachen Kommunikationswege, und es wäre kaum zum Alltagsbestandteil so vieler Menschen geworden.
Brauchen Sie wirklich eine eigene Domain?
Es gibt vier wichtige Gründe, warum sich eine eigene Domain lohnt.
Markenbildung
Sie haben Ihre Marke gegründet und möchten alles daransetzen, sie interessierten Käufern zugänglich zu machen? Dafür ist eine eigene Domain essenziell. Zwar gibt es im Netz viele kostenfreie Möglichkeiten für eigenen Webspace, doch diese haben Nachteile. Ein gutes Beispiel ist WordPress: Es bietet kostenfreie URLs an, unter denen Sie aber nicht mit einer eigenen Domain, sondern unter „Mustermarke.wordpress.com“ erreichbar sind. Um sich klar im Netz zu positionieren, ist das keine gute Wahl.
Preis
Einen Marken- oder Firmennamen als Domain zu registrieren ist nicht besonders kostspielig und im Regelfall bereits für unter 15 € pro Jahr machbar. Das ist ein kleiner Preis für eine eigene Webadresse, die den gewünschten Namen trägt. Mit unserem Domaincheck prüfen Sie, ob Ihre Wunschdomain noch frei ist — gern reservieren wir Ihren Favoriten und kümmern uns um das passende Hosting.
Auffindbarkeit
Sobald Sie einen Domainnamen erworben haben, gilt die Domain als reserviert. Sie sind Inhaber dieser Domain, bis die Reservierung ausläuft. Erneuern Sie Ihre Registrierung automatisch, bleiben Sie dauerhaft Inhaber einer Webadresse, unter der Sie zuverlässig auffindbar sind.
Professionalität
Eine eigene Domain ist der beste Weg, auch nach außen als professionelle Marke zu erscheinen. Sie wirkt hochwertiger als eine kostenlose URL und ist für die meisten problemlos bezahlbar. So schaffen Sie Raum für Ihre eigenen Inhalte im Netz.
Den passenden Domainnamen auswählen
Haben Sie sich für eine eigene Domain entschieden, kommt es darauf an, die richtigen Entscheidungen für Ihre Seite zu treffen. Die Wahl des Domainnamens hat nachhaltigen Einfluss auf Ihr Unternehmen und sollte deshalb gründlich durchdacht sein.
Die Endung
Allein für Ihre Top-Level-Domain können Sie aus hunderten Varianten wählen. Am wirkungsvollsten sind eindeutig „.com“ und „.de“ — oder alternativ Ihre jeweilige Länderdomain. Einer Studie zufolge handelt es sich bei drei Vierteln aller registrierten Domains um „.com“-Domains. Der Wiedererkennungswert spielt hier also mit hinein: Häufig genutzte TLDs können sich Nutzer tendenziell besser merken — Ausnahmen bestätigen die Regel.
Mitunter ist die gewünschte TLD bereits vergeben, und Sie müssten sich mit einer anderen Variante wie „.net“ oder „.org“ begnügen. In diesem Fall sollten Sie Ihren Namen gründlich überdenken — vielleicht wird er bereits von einer anderen Marke geführt. Möchten Sie sich wirklich von Beginn an auf diesen Wettbewerb einlassen?
Die Länge
Bedenken Sie, dass die Länge auf 63 Zeichen beschränkt ist. Anders als bei der Meta-Description sollten Sie hier jedoch nicht versuchen, möglichst viele Zeichen zu nutzen. Je länger und komplexer ein Domainname, desto schwerer merken ihn sich Nutzer. In der Praxis möchten sie Ihren Domainnamen einfach ins Browserfenster eintippen — erleichtern Sie ihnen das mit einem passenden, kurzen Namen.
Sehr kurze Domains haben allerdings auch einen Nachteil: Besteht Ihr Name nur aus einem Kürzel oder wenigen Buchstaben, kann es schwerer sein, ihn bei Ihren Kunden bekannt zu machen. Unter Umständen müssen Sie mehr Aufwand in die Markenbildung stecken. Es kann sinnvoll sein, von Anfang an auch Tippfehler oder Dreher im Namen als Domain zu registrieren und Weiterleitungen einzurichten — so landen Ihre Kunden zuverlässig bei Ihnen.
Die Keywords
Die Domain spielt bei der Suchmaschinenoptimierung eine Rolle. Denken Sie deshalb schon jetzt an Keywords. Wählen Sie einen Begriff, der sich leicht etabliert und Ihre SEO-Vorhaben unterstützt. Bei lokalen Betrieben können Sie auf örtlich gebräuchliche Begriffe setzen, ebenso lassen sich Keyword-Domains registrieren (zum Beispiel „moebel24.de“).
Einfach und eingängig
Achten Sie auf einige Punkte, damit Ihre Adresse möglichst simpel bleibt: Vermeiden Sie Zahlen und bedenken Sie, dass mehr als zwei Silben weniger eingängig sind als kürzere Begriffe. Werden Sie nicht zu spezifisch und prüfen Sie Ihre Domain auf mögliche Fehldeutungen, um später keine böse Überraschung zu erleben.
Recherche
Noch bevor Sie registrieren, ist Zeit für eine ausführliche Recherche. So testen Sie, ob Sie sich wirklich für den richtigen Namen entschieden haben. Mit dem Domaincheck prüfen Sie die Verfügbarkeit Ihrer Wunschdomain. Es schadet zudem nicht, nach dem gewünschten Markennamen zu suchen, um sicherzustellen, dass keine Markenrechte oder Ansprüche anderer Unternehmen bestehen. Eine bereits etablierte Domain nachträglich zu ändern, ist deutlich komplizierter. Steht fest, dass keine andere Seite unter Ihrem Wunschnamen agiert und dieser als Keyword sinnvoll ist, haben Sie einen guten Namen gewählt, mit dem Sie sich von der Masse abheben.
Privatsphäre
Privatsphäre und Datenschutz sind bei der Domainregistrierung ebenfalls wichtige Themen. Heute ist nicht ohne Weiteres öffentlich einsehbar, welche Person oder Institution welche Domain registriert hat. Stellen Sie dennoch sicher, dass Ihre Daten nicht für jedermann öffentlich werden.
So registrieren Sie Ihre Domain
Haben Sie sich mit dem Thema befasst und einen passenden Namen ausgewählt, ist es Zeit für die Registrierung. Dafür gibt es mehrere Wege: Viele Anbieter übernehmen die Registrierung für Sie. Im Regelfall kostet eine Domain nicht mehr als 15–20 € pro Jahr, wobei einige Anbieter für die erstmalige Registrierung eine Gebühr erheben. Als Zahlungsmethode hinterlegen Sie zum Beispiel PayPal-Daten oder Kreditkarteninformationen.
Wichtig ist der Unterschied zwischen der reinen Domainregistrierung und dem Webhosting: Eine Domain ist lediglich die Webadresse, unter der Ihre Seite auffindbar ist. Das heißt aber noch nicht, dass Nutzer unter dieser Adresse auch etwas vorfinden. Für eine voll funktionsfähige Website benötigen Sie zusätzlich Hosting. Für die meisten ist es deshalb sinnvoll, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und Domain und Hosting beim selben Anbieter zu beziehen.
Wenn Sie Ihr Hosting von wnm-systems beziehen, hat das einige Vorteile für Sie:
- Sie erhalten eine hochwertige .de-Domain kostenlos zu Ihrem Webhosting- oder Shophosting-Plan.
- Sie können ebenso aus anderen TLDs wählen.
- Unsere Server bieten höchstmögliche Ausfallsicherheit.
- Sicherheit und Datenschutz sind uns wichtig — bei wnm-systems sind Sie in guten Händen.
So registrieren Sie Ihre Domain bei wnm-systems:
- Besuchen Sie unseren Domaincheck, um den passenden Domainnamen für Ihre neue Webseite zu finden.
- Bestellen Sie Ihre Domain sofort oder entscheiden Sie sich für ein passendes Hostingpaket. Wir bieten neben einfachem Webhosting auch professionelles Shop-Hosting an.
- Sind Sie unsicher oder möchten Sie unsere Beratung in Anspruch nehmen, sind wir jederzeit für Sie erreichbar — nutzen Sie einfach unsere Kontaktmöglichkeiten.
Gerade Unternehmenskunden empfehlen wir, von Anfang an mehrere Domains zu registrieren und per Redirect auf die Hauptseite weiterzuleiten. So sichern Sie sich Ihren Namen unter verschiedenen TLDs oder decken Tippfehler ab — und schützen Ihren Markennamen zugleich vor Missbrauch durch den Wettbewerb. Eine Domain zu registrieren ist nicht schwierig und schnell umgesetzt. Gern unterstützen wir Sie dabei.
Wie der Domainname Ihr Geschäft beeinflusst
Ein guter Domainname ist Gold wert. Er beeinflusst den Traffic auf Ihrer Seite und prägt das Image Ihrer Marke. Manche Domains können sogar bei der Suchmaschinenoptimierung helfen. Wie das genau funktioniert? Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Domain und dem Google-Ranking: Der Domainname ist einer der von Google bestätigten Ranking-Faktoren. Da es viele weitere Einflüsse gibt, sollte man der Domain keinen allzu großen SEO-Wert beimessen — die passende Keyword-Domain kann jedoch eine Hilfe sein.
Ruf
Haben Sie einen Domainnamen gewählt, der gut zu Ihrem Betrieb passt, tut das Ihrem Ruf gut. Gleiches gilt für die Wahl einer passenden TLD. Achten Sie aber unbedingt darauf, Tippfehler zu vermeiden.
Relevanz
Auch wenn eine Keyword-Domain keinen SEO-Erfolg garantiert, kann ein relevanter Domainname den Weg erleichtern. Nutzer klicken eher auf Ihre Seite und können besser einschätzen, was sie dort erwartet.
Reichweite
Vor jeder Registrierung sollte eine grundsätzliche Recherche stehen. Sprechen Sie mit Ihrem Domainnamen gezielt Ihre Zielgruppe an. So sorgen Sie von Anfang an für Besuche und Interaktionen und erhöhen Ihre Reichweite spürbar.
Zusammenfassung
Domains sind wichtig. Sie sind nicht nur ein essenzieller Bestandteil der Internetstruktur, sondern für viele auch der erste Schritt zur eigenen Webpräsenz. Gerade weil viele Domains von Einsteigern registriert werden, wird dabei oft noch vieles falsch gemacht und Chancen werden vertan. Sie möchten eine Website oder einen Onlineshop starten? Dann sind Sie bei wnm-systems an der richtigen Adresse. Gemeinsam finden wir Ihre Wunschdomain samt passender TLD. Prüfen Sie jetzt die Verfügbarkeit Ihres Domainnamens mit unserem Domaincheck oder kontaktieren Sie uns direkt für ein unverbindliches Beratungsgespräch.
